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Unser Verein plant die Erweiterung einer bestehenden Tagesförderstätte mit 12 Plätzen in zwei Gruppen durch eine Aufstockung des Bestandsgebäudes und den barrierefreien Zugang zur Aufstockung mit dem Ziel der Schaffung weiterer 6 Plätze in einer dritten Gruppe.
Die Baumaßnahme wird umfassend barrierefrei für alle öffentlichen und nichtöffentlichen Bereiche ausgeführt. Im Zuge der Aufstockung werden außerdem in einem kleinen Bereich des Obergeschosses und dem Dachgeschoss Räumlichkeiten für die Offenen Hilfen, sowie den Schulassistenzdienst geschaffen. Die Detailplanungen hierfür erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt .

Warum wird die Tagesförderstätte ausgebaut?

Die Tagesförderstätte befindet sich in einem Anbau an unser Georg-Jungmann-Wohnhaus, ist jedoch separat zugängig und hat einen eigenen Garten.
Die bestehende 2-gruppige Tagesförderstätte mit 12 Plätzen ist seit geraumer Zeit überbelegt. Die reguläre Belegung liegt bei 6 Personen pro Gruppe. Es besteht der Bedarf, weitere Besucher*innen aufzunehmen, die unter anderem unserem „Haus am Harthäuserweg“ wohnen.

Die Besucher unserer Tagesförderstätte haben spezielle Bedürfnisse

Die neue Gruppe soll 6 erwachsenen Menschen, mitunter mit der Diagnose „Autismus Spektrums Störungen (ASS)“, eine passende Tagesstruktur bieten. Der Personenkreis hat einen hohen - individuell unterschiedlichen - quantitativen und qualitativen Betreuungsbedarf. Da bereits alltägliche Situationen für Menschen mit ASS sehr belastend sein können und eine erhebliche Anpassungsleistung von ihnen verlangt wird, ist die Gruppe auf max. 6 Personen ausgelegt.
Die Umgebung und der Tagesablauf werden klar strukturiert in Bezug auf Zeit, Ort, Tätigkeit. Dieser Rahmen bildet eine Verbindlichkeit und Verlässlichkeit in der (pädagogischen) Arbeit.
Im Sinne der Selbstbestimmung berücksichtigen wir das Wunsch- und Wahlrecht des Einzelnen. Ziel aller unserer Hilfsangebote muss sein, die Unabhängigkeit weitestgehend zu erhalten.
Durch sozialräumliche Angebote soll die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft stattfinden, denn gemeinsame Erfahrungen von Menschen mit und ohne Behinderung verhindern Ausgrenzung. Dem Normalisierungsprinzip folgend wollen wir das Umfeld und die Hilfen "so normal wie möglich" gestalten.
Die pädagogische Arbeit liegt in der individuellen Assistenz und Begleitung mit dem Ziel, jedem Besucher ein passendes Arbeitsangebot zu unterbreiten.

Was bietet unsere Tagesförderstätte den Besuchern?

Unsere Planungen der Arbeitsangebote sehen sinnstiftende und arbeitsweltorientierte Tätigkeiten vor
 • Büroarbeiten – Post für den Verein Lebenshilfe verschicken oder verteilen, Lettershop-Tätigkeiten
• Botendienste
• Einkauf für das angrenzende Wohnheim
• Kaffee mahlen für das angrenzende Wohnheim
• Arbeit im Weinberg (wurde bereits erprobt und hat sich als sehr gut herausgestellt)
• Arbeit in einer Kaffeerösterei
• Akten schreddern in einer Bau-Firma
• Arbeit in der Spülküche in einem Hotel
• Eigenproduktion, z.B.:
   o Insektenhotels bauen
  o Dekoartikel aus verschiedenen Materialien herstellen
  o Smoothies herstellen
  o Mehle herstellen und Backwaren daraus produzieren
• Fahrzeugreinigung
• Mittagessen selber kochen
• Diskussionsrunden/ „Literaturstudium“
• Schaffung von Einzelarbeitsplätzen in reizarmer Umgebung
Durch Kooperationen mit Betrieben im näheren Umfeld der Tagesförderstätte können neue Arbeitsangebote zudem gefunden werden, um so den Wirkungskreis für die Besucher*innen zu erweitern.

Welche therapeutischen Angebote bieten wir den Besuchern der Tagesförderstätte?

Neben den Arbeitsangeboten wollen wir auch therapeutische Angebote aufnehmen. Angebote wie Schwimmen, therapeutisches Reiten, Bewegungstherapie, Musik, Snoezeln, Kreativangebote, Entspannungstraining, kognitive Förderung und Ergotherapie sind Teil eines abwechslungsreichen Alltags in der Tagesförderstätte.

Grundrisse und Perspektiven des Neubaus
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Wie finanzieren wir den Umbau unserer Tagesförderstätte?

Das Projekt wird zum Teil durch die Aktion Mensch gefördert; eine Vorabfinanzierung der öffentlichen Hand erfolgt nicht, sodass die Erweiterung der Tagesförderstätte eine enorme Belastung für den Haushalt unseres Vereins bedeutet.

Deshalb sind wir auch bei diesem Projekt auf Ihre Unterstützung angewiesen!

Bitte spenden Sie für unser neues Bauvorhaben. Erzählen Sie Ihren Bekannten von den Projekten unserer Lebenshilfe hier in Neustadt. Planen Sie gemeinsam mit uns eine Spendenkampagne oder Charity – Aktion mit Ihrem Unternehmen.

Engagement ist vielseitig!